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wir sind

Ehepaar Rebecca und Fridolin, 26 und 33 Jahre alt und unsere Oma Hildegard, 80 Jahre alt. Drei mehr oder weniger junge Idealisten, unterwegs auf dem Dampfer ‚‚Abenteuer‘‘ im Haifischbecken Mode. Während andere hier große Netze auswerfen, stehen wir eher auf Angeln. So mit Bambusschnur und handgeschmiedeten Angelhaken.

Übersetzt heißt das: Bei uns treffen sich Leidenschaft für Mode und der Wunsch dabei jeden beteiligten Menschen fair zu behandeln und gesund zu wachsen. Angefangen hat unsere Geschichte 2019 mit der Gründung von ‚‚hildeguard“, einem Onlineshop für Secondhand-Mode und einem wunderschönen T-Shirt aus eigener Kreation. Jetzt wird für uns ein Traum wahr und wir veröffentlichen unsere erste eigene Kollektion, die wir in Ägypten haben herstellen lassen.

Neben Fairness gegenüber allen Beteiligten würden wir zu gerne auch – ganz  idealistisch – 100% umweltschonend produzieren, durften aber lernen, dass man so als kleiner Fisch gar nicht so leicht an einen Ankerplatz im Hafen der nachhaltigen Herstellung kommt. Und auf Greenwashing haben wir einfach keine Lust. Also werden wir hier Schritt für Schritt gemeinsam mit euch gehen und wachsen. 

Übrigens ist Oma Hildegard Namensgeberin unserer Marke ,,hildeguard‘‘. In dem Namen steckt die Bedeutung ‚‚Schutz‘‘. Und das steht ganz im Zeichen unserer Gründungsidee, den Menschen und unsere Erde nach unseren Möglichkeiten zu schützen, bei dem was wir tun.

Auf Business hat Hildegard selbst keinen Bock. Wir haben aber das unausgesprochene Agreement, dass sie unsere Scrunchies näht und uns zwischendurch zum Essen einlädt. Funktioniert ganz gut so, die Zusammenarbeit.

 

 

Rebecca, Fridolin und Hildegard

 

Transparenz

Nach dem Eintreffen und Sichten der Shirts mussten wir erstmal schlucken. Die Firmen, die wir für die Aufdrucke beauftragt hatten, haben trotz ihres guten Rufs unsauber gearbeitet. Alle Shirts sind von Mängeln am Druck betroffen. Manche nur geringfügig, andere stärker. Unglaublich bitter, weil die Näher und Näherinnen gute Arbeit gemacht haben. Ebenfalls bitter, weil wir viel Geld in die Hand genommen haben, um euch perfekte und fair produzierte Produkte anbieten zu können.

Nach dem ersten Schock hatten wir uns nach ein paar Tagen gesammelt und überlegt, wie wir mit dieser Situation umgehen möchten. Einerseits tat uns die Vorstellung im Herzen weh, alle Shirts zu entsorgen, andererseits wollten wir Produkte, die ihr richtig liebt, mit denen ihr euch voll identifizieren könnt.

Also haben wir entschieden alle Shirts zu behalten, die wir selber auch tragen würden und mit einem Rabatt zu verkaufen. Und die beiseite zu legen, die wir selber nicht mehr tragen würden. Wir durchdenken gerade Möglichkeiten, wie wir die aussortieren Shirts verwenden können, damit sie nicht einfach im Müll landen müssen. Diese Entscheidungen spiegeln vor allem auch unser Verständnis von Nachhaltigkeit wider.

Die Shirts, die es in unseren Shop schaffen, verkaufen wir trotz der kleinen Mängel mit Stolz. Denn es ist, davon sind wir überzeugt, ein großartiges Produkt aus tollem Stoff gefertigt. Wir würden sie genauso selber tragen und tun das auch.

Unter’m Strich können wir aus den Erfahrungen viel lernen. Es läuft nicht immer alles perfekt nach den eigenen Vorstellungen. Das als Unternehmer auszuhalten, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und stattdessen nach Lösungen zu graben ist herausfordernd, aber wir haben es gemacht und für möglich befunden. Approved.

Wir & Nachhaltigkeit

Second Hand

Zu keiner Zeit gab es so einen großen Überschuss an Kleidung weltweit. Was liegt  näher als sich aus diesem riesigen Fundus einzudecken? Spart kostbare Planetenressourcen.

Und was wir selbst lieben und leben bieten wir auch bei uns an.

Alle Kleidungsstücke beziehen wir aus ganz unterschiedlichen Quellen, wühlen uns oft durch Massen, um an besondere Stücke zu kommen. Die werden dann von uns auf Mängel untersucht, gegebenenfalls gewaschen und gebügelt, charakterisiert, fotografiert und zuletzt mit einem Namen versehen. Ganz schön viel Aufwand steckt dahinter. Wir finden, das wird dem Wert eines Kleidungsstücks gerecht.

Eigene Kollektion

Mode selber zu gestalten entspringt der Leidenschaft von Rebecca. Klar ist, was sie entwirft und uns gefällt wird am Ende produziert. Die Frage ist nur wie!

Wir haben, nach einem ersten Versuch ein T-Shirt in Deutschland herzustellen, die Entscheidung getroffen, die Herstellung ins Ausland zu verlagern. Aufgrund der sehr hohen Produktionskosten in Deutschland und, weil wir ärmere Länder wirtschaftlich unterstützen möchten. Vereinfacht nach dem Motto: Die kaufen unsere Autos und Maschinen und sichern hier Arbeitsplätze, wir kaufen deren Klamotten und sichern dort Arbeitsplätze.

Uns war es in dem ganzen Prozess sehr wichtig, jemanden vor Ort zu haben, der als Local gut vernetzt ist und uns daher optimal vertreten kann. Und dem wir gleichzeitig vertrauen. Wir sind über eine Empfehlung in Ägypten fündig geworden und arbeiten seit diesem Jahr mit Makram aus Kairo zusammen. Ein Fundskerl, fleißig und integer.

Während der vielen Monate, die wir gemeinsam auf die Kollektion hingearbeitet haben, gewannen wir viele Erkenntnisse darüber, wie unterschiedlich der Stellenwert von Nachhaltigkeit in unseren beiden Ländern ist. Die nachhaltige Herstellung von Textilien ist in Ägypten noch kaum ein Thema. Viele Hersteller wissen noch nicht einmal, dass dies einen Mehrwert in Ländern wie Deutschland bedeutet. Darüber kann man sich aufregen, man kann aber auch ganz demütig anerkennen, dass wir selbst als Land auch einen Weg gegangen sind, bevor wir Nachhaltigkeit diesen hohen Wert gegeben haben. Außerdem ist Nachhaltigkeit ein Prozess, etwas das von heute auf morgen entsteht. Also kam unser Entschluss, an den Stellen anzusetzen, an denen man ansetzen kann. Konkret heißt das, dass wir Hersteller rausgesucht haben, die ihren Mitarbeitern faire Löhne zahlen. Weil uns wichtig ist, dass Menschen von dem leben können, was sie tun.

Bei der Wahl der Stoffe was für uns sofort klar, dass Synthetik nicht in Frage kommt. Stattdessen verwenden wir in unserer Kollektion Baumwolle. Vorerst aus konventionellem Anbau. Denn Bio-Baumwolle verlangt Mindestabnahmemengen, die für uns als kleines Unternehmen folgendes bedeuten würden: Ganz viel Stoff kaufen, etwas Kleidung herstellen, viel Stoff entsorgen.

Auf unserer Agenda steht langfristig aus den umweltschonendsten Stoffen herzustellen.

Darüber hinaus feiern wir die kleinen Erfolge. Etwa diesen: Anstatt aus Kunststoff bestehen die Knöpfe unseres Tops aus Kokosnussschale.

Wichtig ist uns ebenfalls, Slow-Fashion Mode zu entwickeln. Aus diesem Grund verkaufen wir Kleidung aus qualitativ hochwertigen Stoffen, mit Designs, die nicht nach einer Saison schon außer Mode sind.

Gleichzeitig – nachzulesen #transparenz bei unseren Print-Shirts – verkaufen wir auch Kleidungsstücke, die die Produktion mit kleineren Mängeln verlassen haben.

Nachhaltigkeit leben wir in ganz unterschiedlichen Facetten. Immer mit dem Fokus Mensch. Nicht perfekt aber auf dem Weg zu diesem vielleicht nie ganz erreichbarem Ziel :-D. Gemeinsam mit euch.

Unsere Scrunchies

Sind zu 100% Upcycling. Also Stoffe, denen wir ein zweites Leben einhauchen. In ihrem alten Leben waren sie ein T-Shirt, eine Tischdecke, ein Vorhang oder etwas anderes. Ergibt Scrunchies mit einer einzigartigen Geschichte. Handgefertigt von Oma Hildegard. Also made by good old Germany.

Versand & Lieferung

Onlinehandel geht nicht ohne.

  • Versand nur innerhalb Deutschlands
  • Versandkostenpauschale 3,99 Euro
  • Versand ist ab einem Mindestbestellwert von 40 Euro kostenlos

  • Für kleinere Bestellungen Graskartons von Biobiene® aus 35% heimischem Gras und 65% Altpapier
  • Für größere Bestellungen z.B. FSC zertifizierte Versandtaschen
  • Deine Ware kommt ohne Innenverpackung, ausreichend geschützt durch die äußere Verpackung
  • Tags und Stickerumweltfreundlicher Druck
  • Fäden zur Befestigung der Tags stammen aus Garnen/Wolle, die wir in Secondhandshops einkaufen